Comments

28/09: 18 Stunden Mahjong Trip

5.30 Uhr am Morgen, Lahnstein (bei Koblenz am Rhein). Abfahrt nach Almere in den Niederlanden. Es ging darum das Kinryu Majan Taikai 2008 Riichi Mahjong Tunier zu spielen. Wir (Andreas Maier, Philipp Scharpf, Sebastian Scharpf und ich) machten uns also in aller Herrgottsfrüh auf den Weg nach Holland.



Nach einer Fahrt die wie im Fluge verging, waren wir natürlich viel zu früh. Deswegen erst einmal ein paar Zigaretten auf Vorrat. Die anderen machten sich anschließend daran die Zeit noch für ein kleines Trainingsspielchen zu nutzen, während ich die Bekannten der Riichi Europameisterschaft 2008 begrüßte und ein paar kleine Pläuchen hielt. In der Zwischenzeit musste jeder eine Nummer ziehen, anhand dessen er/sie dann in den vorher erstellten Tunierplan eingetragen wurden. Das Format sah 4 Spiele auf 90 Minuten begrenzt vor. Zwischendurch gab es ein paar kleine Pausen um mal wieder den Nikotinbedarf aufzustocken (dies gilt übrigens nur für mich, den Mahjong-Kettenraucher). Die Addition aller 4 Spiele ergab dann das Endresultat. Insgesamt haben 48 Spieler teilgenommen (8 Deutsche, 1 Franzose und der Rest Holländer). Aber jetzt wieder zurück zu meiner Geschichte. Nachdem alle Spieler eingetroffen und registriert waren konnte es nach einer kurzen Ansprache der Orginisatoren Robert Rijnders und Paula Pereira Gomes losgehen. Endlich kam mein Lieblingsmoment eines jeden Tunieres und zwar das Geräusch wenn an vielen Tischen gleichzeitig die Steine gemischt werden, Gänsehaut. Für mich liefen die ersten beiden Tische absolut gar nicht. Ich habe gut gespielt, keine großen Fehler gemacht, aber ich bekam einfach keine Steine und wenn ich welche hatte dann konnte ich meine Riichi (wartende Hände) trotzdem nicht gewinnen. Gute Waits, teuere Hände, all das nutz leider gar nichts wenn man den einen, letzten Stein nicht bekommt. Das hatte einen dritten und vierten Platz für mich zur Folge (der 3. Platz kam dank Chombo in der aller ersten Hand von Martin Rep, er musste also Mangan bezahlen. Hat aber wohl nicht geschadet, da er den 3. Platz machte um das schon mal vorne weg zu nehmen). Das Zwischenresultat nach 2 Runden hieß für mich: Platz 41 und -31.200 Punkte und eine extrem angepisste Laune (Gruß an Richard!). Was mich allerdings ein wenig aufheiterte war das Abschneiden meiner Leute zu diesem Zeitpunkt: Sebastian 1. mit +85.700, Philipp 3. mit +59.600 und Andreas 12. mit +16.300. Für das erste Tunier sehr erstaunlich!
In der zweiten Hälfte des Tuniers lief es dann endlich. Ich konnte mal ein paar Hände für mich entscheiden und dank der Yakitori-Regel die bei diesem Tunier anstatt der roten Fünfen benutzt wurden, konnte ich mir zwei 1. Plätze und ein positives Endergebnis sichern. Gesamtresultat: 23. mit +9.700 Punkten. Bei den anderen lief es besser, auch wenn Sebastian seinen Vorsprung leider nicht halten konnte, er wurde 11. mit +38.300. Andreas spielte solide weiter und wurde 13. mit +30.000 und Philipp gelang sogar der 2. Platz mit 92.300 Punkten. Der absolut beste Spieler dieses Tages war allerdings Sjef Strik, ihm gelangen 115.200 Punkte und somit der Tuniersieg. Es war sein zweiter Sieg in Folge bei diesem Tunier. 3. wie schon erwähnt wurde Martin Rep. Somit lagen die europäischen Koryphäen des Riichimahjong und Organisatoren der Europameisterschaft auf den Plätzen 1 und 3 nur verdrängt durch unseren Plilipp.

Alles in allem betrachtet war es in meinen Augen wieder ein sehr erfolgreiches Turnier, mit einer beachtlichen Teilnehmerzahl, guter Organisation und toller Atmosphäre. Man merkte deutlich das das Niveau der europäischen Riichispieler gestiegen ist und nun im Vergleich zur Europameisterschaft auch eher ein Gefühl von Riichi rüber kommt. Da allerdings viele Spieler von MCR und anderen Mahjongvarianten kommen und Riichi in Europa noch in den Kinderschuhen steckt ist das nur normal und wird sich mit Sicherheit von Turnier zu Turnier bessern. Es war also mal wieder ein gelungener Tag, mit freundlichen Leuten die alle das Gleiche verbindet, Riichi.
Um wieder zu unserer Geschichte zurück zu kommen, nach der Siegerehrung, bei der Gertjan Davies übrigens noch zum holländischen Meister gekürt wurde (die Addition der Punkte vom Cherry Blossom Tournament und Kinryu Majan Taikei), tranken wir noch in Ruhe ein paar Bier um das ganze auch noch zu einem Trip zu machen und begaben uns langsam und allmählich auf die Rückreise. Diese ging im Vergleich zum Hinweg auch gar nicht vorbei und zu allem Überfluss fanden wir auch keinen McD.... um unseren Hunger zu stillen. Endlich in der Heimat angekommen führte uns unser erster Weg direkt zu einem DriveInn Schalter der besagten Fastfoodkette. Um keine weiterer Zeit zu verlieren wurde im Auto gegessen und ein paar Minuten später hatten wir unseren Ausgangspunkt erreicht. Mittlerweile zeigte die Uhr 23.30 Uhr und wir hatten den 18 Stunden Mahjongtrip wohlbestanden hinter uns gebracht.

Und die Moral von der Geschicht? Ich Februar gibt es die gleiche Reise direkt wieder, diesmal allerdings nach Nijmegen zum Cherry Blossom Tournament. Und wer weiß vielleicht seid ihr ja dann auch dabei...

P.S: Da ich nicht müde war wohnte ich im Anschluss noch dem Reachmahjong MeetUp bei, allerdings nur als Zuschauer, was meinen Mahjong Trip noch um weitere 2 1/2 Stunden verlängerte!

Kommentare

Gratuliere Björn mit einem erfolgreichen Turnier. Es war toll so viele deutsche riichifreunde in Holland zu haben. Hoffentlich sehen wir uns alle nächstes Jahr in Nimwegen
Grüße
28/09 20:07:41

Kommentar hinzufügen

Dieser Artikel ist geschlossen. Keine Kommentare mehr möglich.